Pfarrheim Moers

Neubau Pfarrzentrum St. Marien in Moers

Städtebau
Das Grundstück befindet sich zwischen zwei homogenen Siedlungsstrukturen und ist Teil einer Fläche, die mit einer losen Folge von öffentlichen Solitärgebäuden bebaut ist. Die städtebauliche Herausforderung besteht darin, trotz Verortung des Pfarrheims an der Rückseite der Kirche, eine Wegebeziehung zwischen den Eingängen der Kirche und des Pfarrheims herzustellen, die Ensemble-Wirkung zu stärken und gut nutzbare Außenräume anzubieten.
Das neue Pfarrheim springt an der Kirschenallee zurück und bildet mit dem prägnante Chor-Mauerwerk der Kirche einen Vorplatz vor dem Haupteingang. Der bestehende Baum an dieser Stelle verleiht dem Platz eine besondere Atmosphäre.

Architektur
Der eingeschossige Winkelbau erhält über den Sälen eine Dachkonstruktion aus gebogenen Betonschalen. So wird einerseits die freigestellte Rundung des Chores zitiert, andererseits erhält das Gebäude neben dem dominanten Kirchengebäude einen eigenständigen Auftritt ohne in Konkurrenz zu treten. Für den Innenraum der Säle ergibt sich ein der Nutzung angemessener festlicher Raumeindruck mit einer zweiseitigen Belichtungsmöglichkeit.
Das Dach ist nebenbei eine subtile Andeutung auf den Namen der Pfarrgemeinde und lässt sich als Logo weiterverwenden.

Erschließung
Der Haupteingang wie auch der Nebeneingang für die Gruppenräume befindet sich an der Kirschenallee. Die großzügig verglaste Eingangsfassade wirkt einladend und öffnet den Blick auf das Gemeindeleben. Die PKW-Stellplätze liegen in direkter Nähe, ebenso kann bei größeren Veranstaltungen hier die Anlieferung erfolgen. Direkt auf dem Vorplatz gibt es
Fahrradabstellmöglichkeiten für ca. 25 Fahrräder.
Bei Pfarrfesten kann zusätzlich der „Durchschlupf“ zwischen Kirche und Pfarrhaus genutzt werden, der direkt in die Außenfläche des neuen Pfarrheims mündet.

Innere Organisation
Das Gebäude ist in zwei Schenkel gegliedert, die separat erschlossen werden können. Die Außenräume erhalten durch die getrennte Ausrichtung der Säle und Gruppenräume eine klare Gliederung und Zuordnung.
Die Säle mit davor gelagertem Foyer können für große Veranstaltungen zusammengeschaltet werden. Die Küche liegt in Eingangsnähe und hat direkte Anbindung zum Saal. Beide Säle orientieren sich nach Süden zu einem geschützten Hof und dem Pfarrgarten. Im Gebäudekern befinden sich gebündelt alle Sanitär- und Nebenräume. Über einen Flur werden die Gruppenräume erschlossen, die ihre Ausrichtung zum „Park“ erhalten, in denen Kinder und Jugendliche ungestört spielen und sich aufhalten können.

Die Gemeinde St. Marien erhält einen modernen Neubau, der mit sparsamen Mitteln einen prägnanten Ort formt, Transparenz und Leichtigkeit ausstrahlt und dem jungen Nutzerkreis Identifikation mit seiner Gemeinde geben kann.